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SALA DOS JANTARES

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SALA DOS JANTARES PALÁCIO NATIONAL DA AJUDA

SALA DOS JANTARES PALÁCIO NATIONAL DA AJUDA

Die Fotografie habe ich anlässlich des Besuches des Niederländischen Königspaares, Königin Máxima und König Willem-Alexander von Oranien-Nassau, am 10. Oktober 2017 im grossen Speisesaal im Königspalast von Ajuda, Belém, Lissabon aufgenommen.

Format Aussenmass 129 x 160 cm

Material Rahmen Eiche massiv schwarz

Das Bild wird auf Bestellung produziert

Produktionszeit ca. ein Monat

Verkauf galerie@hans-rupp.ch

RAHMEN DETAIL

RAHMEN DETAIL

Überführung einer digitalen Fotografie in eine echte Lithografie

Überführung einer digitalen Fotografie in eine echte Lithografie

Wenn man eine digital hochauflösende Mittelformatfotografie in eine echte Lithografie überführt, entstehen mehrere philosophische Verschiebungen — in Ontologie, Wahrnehmung, Authentizität und Materialität.

Ontologie: Das Bild verändert seine Seinsweise. Die Fotografie ist ein indexikalisches Abbild, das durch Licht auf einen Sensor entstanden ist; ihre Existenz ist an technische Repräsentation und digitale Daten gebunden. Die Lithografie hingegen ist ein manueller Druckprozess auf physischem Trägermaterial, bei dem Bildinformationen durch chemische und handwerkliche Eingriffe übersetzt werden. Durch die Überführung wird das Bild von einem elektronischen Objekt in ein taktiles, einmaliges (oder limitiert vervielfältigtes) Artefakt verwandelt — ein Übergang von flüchtiger Repräsentation zu stofflicher Präsenz.

Wahrnehmung und Intentionalität: Der Betrachter erlebt die Lithografie anders als die digitale Vorlage. Drucktinten, Papierstruktur, Tonwerte und Druckraster modulieren die Bildwirkung; Kontraste können weicher, Kanten weniger präzise, die Materialität sicht- und spürbar werden. Die Intention des Fotografen wird nicht eins zu eins transportiert: Jede Entscheidung im Lithografie-Prozess (Gradation, Retusche, Auswahl der Farbpalette, Druckauflage) interpretiert und transformiert das ursprüngliche Motiv. Philosophisch ist das ein Prozess des Hermeneutischen: Bedeutung wird nicht einfach übertragen, sondern neu ausgehandelt.

Authentizität und Aura: Walter Benjamin ist hier naheliegend — die Reproduzierbarkeit technischer Bilder mindere ihre "Aura", ihr einmaliges Dasein. Paradoxerweise kann die Überführung in eine handwerkliche Lithografie wieder Aura herstellen. Ein digital erzeugtes Bild, beliebig replizierbar, gewinnt durch den limitierten, physischen Druck eine Einmaligkeit, eine Objektpräsenz, die dem Werk eine andere Authentizität verleiht. Die Frage bleibt, welche Authentizität zählt: die „ursprüngliche“ der fotografischen Entstehung oder die „neue“ durch die handwerkliche Umsetzung.

Medialität und Übersetzung: Jede mediale Transformation ist zugleich eine Übersetzung mit Verlusten und Gewinnen. Details, Tonwerte und Schärfe der Mittelformatdatei sind potenziell höher als das, was Lithografie technisch darstellen kann; andererseits eröffnet Lithografie andere expressive Möglichkeiten — Körnung, Druckaufbau, Subtilitäten der Farbe. Philosophisch ist das ein Beispiel für konstitutive Körnung: Material- und prozessbedingte Grenzen formen Bedeutung. Die technische Perfektion der digitalen Datei wird relativiert durch die physikalischen Gesetze und ästhetischen Normen des Drucks.

Autorschaft und Kollektivität: Die Überführung involviert zusätzliche Akteure — Lithografen, Drucker, möglicherweise Retuscheure. Damit wird das Werk zu einem kollaborativen Produkt. Die Idee des singulären Autors wird problematisiert; Autorenschaft verteilt sich auf Herstellungsprozess, Material und Handwerk. Ethisch und rechtlich wirft das Fragen auf: Wer bestimmt die finale Form, welche Eingriffe sind legitim?

Erinnerung und Zeitlichkeit: Die digitale Datei ist leicht veränderbar, speicherbar, reproduzierbar über Zeit. Die Lithografie dagegen ist ein Zeugnis eines konkreten Herstellungsaktes; ihre Alterung (Vergilbung, Abrieb) fügt historische Spuren hinzu. Die Zeitlichkeit des Bildes verschiebt sich — von potentiell zeitloser digitaler Kopie zu einem historisch verorteten Objekt.

Politik des Blicks: Technische Entscheidungen bei der Überführung (z. B. welche Details betont, welche weggelassen werden) sind auch politische Entscheidungen, weil sie Wahrnehmung lenken. Der Druckprozess kann soziale Lesarten des Motivs verfestigen oder aufweichen.

Kurz gesagt: Die Überführung ist keine neutrale Reproduktion, sondern ein metamorphischer Prozess. Sie verschiebt das Bild in eine andere ontologische Kategorie, verändert seine Wahrnehmung, verteilt Autorenschaft, schafft neue Formen von Authentizität und schreibt Zeitlichkeit und Materialität in das Werk ein. Philosophisch betrachtet ist sie ein Fenster darauf, wie Medien, Material und Handwerk Bedeutung konstituieren.

Überführung einer digitalen Fotografie in eine echte Lithografie

Überführung einer digitalen Fotografie in eine echte Lithografie

Was passiert, wenn ein digitales Foto in eine echte Lithografie, einen Siebdruck oder eine Heliogravüre verwandelt wird? Kurz: die digitale Datei wird in eine materielle, prozessgebundene Druckform übersetzt — mit Verlusten, aber auch mit Gewinn an physischer Präsenz und eigenständiger Ästhetik. Im Folgenden die wichtigsten Veränderungen in Bildinformation, Charakter und Druckästhetik sowie typische Vor- und Nachteile der drei Verfahren.

Allgemeine Effekte bei der Überführung digital → analog

Auflösung und Detail: Digitale Pixelstruktur verschwindet; feine Details können je nach Verfahren und Material reduziert oder weichgezeichnet werden. Umgekehrt entstehen neue, sichtbare Strukturen (Druckraster, Siebmaschen, Stein- oder Plattenstruktur).

Tonwertübertragung: Digitale Tonwertgraduierungen (weiche Verläufe) werden durch die physikalischen Grenzen der Drucktechnik moduliert — Abstufungen, Tonwertzuwachs, Punktzuwachs oder manuelle Retusche verändern Helligkeit und Kontrast.

Farbtreue: Farben verschieben sich durch Druckfarben, Substrat und Farbmischverfahren; digitale RGB- oder CMYK-Vorlagen müssen für das jeweilige analoge Farbmodell adaptierbar gemacht werden.

Textur und Glanz: Das Ergebnis erhält einen taktilen Charakter — Papieroberfläche, Druckdicke, Farbschichten und Glanzgrad wirken unmittelbar auf Wahrnehmung und Lichtreflexion.

Fehler/Unschärfen als ästhetische Parameter: Druckartefakte (z. B. Anschnitt, Druckversatz, unregelmäßige Farbaufträge) können als störend oder als Ausdrucksmittel wahrgenommen werden.

Einzigartigkeit vs. Reproduzierbarkeit: Manche Verfahren erlauben Auflagen mit leichten Variationen (Handmanipulation, jedes Blatt etwas anders); andere liefern sehr ähnliche Resultate. Die physische Evidenz macht jedes Blatt oft „echt“ und erfahrbar.

Lithografie (Steindruck)

Charakter und Technik: Lithografie basiert auf Fett-Wasser-Abstoßung; Druckfarbe wird von bearbeiteten Steinen oder Aluminiumplatten aufgenommen. Sie erlaubt subtile Tonübergänge, aber auch kräftige Flächigkeit.

Bildinformation: Feine Details sind möglich, doch sehr filigrane digitale Strukturen können bei der Übertragung an die Lithogravurfläche verloren gehen. Tonwerte lassen sich gut modellieren, doch Tonwertumfang hängt von Stein/Plattenbearbeitung und Druckzustand ab.

Druckästhetik: Seidig-matte Oberfläche, weiche Übergänge, warme, körperliche Farbwirkung. Kanten können leicht „organisch“ wirken; Handzeichnungen und Retuschen bleiben sichtbar.

Physische Qualitäten: Unterschiedliche Papiertexturen, sichtbare Plattierungsspuren, leichte Druckauftrag-Varianten. Jedes Blatt trägt Imperfektion und Handschrift des Druckprozesses.

Verlust/Gewinn: Verlust an pixelpräziser Schärfe; Gewinn an plastischer, malerischer Präsenz und subtiler Oberflächenanmutung.

Siebdruck (Serigrafie)

Charakter und Technik: Farbe wird durch ein feinmaschiges Sieb gedrückt; eignet sich für flächige, kräftige Farben, hohe Farbsättigung und harte Kanten.

Bildinformation: Sehr gute Wiedergabe von reinen Farbflächen und Kontrasten; feine Tonalität und extrem feine Details sind schwieriger ohne Rasterung oder spezielle Schablonen. Halbtonraster oder Stufen können verwendet werden.

Druckästhetik: Klare, satte Farben mit hoher Deckkraft; oft sichtbare Farbschichtstärke, leicht erhabene Oberfläche. Möglichkeit für klare Kanten, grafische Reduktion oder serielle Variation.

Physische Qualitäten: Haptik durch Farbschicht, Schichten übereinander erzeugen Relief. Druckfehler, Versatz oder Handschnitt werden Teil des Erscheinungsbilds.

Verlust/Gewinn: Verlust an filigrinen Verläufen; Gewinn an Leuchtkraft, Materialität und grafischer Präsenz. Ideal, wenn eine plakative, haptische Wirkung gewünscht ist.

Heliogravüre (Fotogravüre)

Charakter und Technik: Tiefdruckverfahren, bei dem die Bildinformation als mikroskopisch feine Vertiefungen in Metallplatten geätzt wird; exzellente Wiedergabe von feinen Tonwertabstufungen und sehr hohen Detailreichtum.

Bildinformation: Von den genannten Verfahren am nächsten an fotografischer Detailtreue und Tonwertdynamik. Sehr feine Str

Sala Dom João VI Referenz 23771-V01

Sala Dom João VI Referenz 23771-V01

Die Geschichte in einer zweiminütigen Slideshow → PRINCESA

Pigmented UltraChrome Inkjet-Print auf Fine Art Papier

Unikat

Handsigniert, Rahmen nicht echt vergoldet

Format 140 x 105 cm

CHF 7800

Sala do Retrato da Rainha Referenz 23868 V01.1

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Die Geschichte in einer zweiminütigen Slideshow → PRINCESA

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Unikat

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